Projekt Motordiagnose per Frequenzanalyse/2, Teil I
Vorangegangene threads (04/2004)
(ehemals http://www.busfreunde.de/read.php?f=2&i=40779&t=400700)
(ehemals http://www.busfreunde.de/read.php?f=2&i=69328&t=69328)
Vorangegangene Versuche
http://schmalkoke.de/mdpfa (Originalfassung stark gekürzt, Samples gelöscht, nur historischer Wert)
Hardware
Mikrofon
Ein Elektretmikrofon soll als Kontaktmikrofon dienen. Dazu wird die Luftöffnung geschlossen, das Gehäuse mittels Metall-Abtaststift in die aufzunehmende Schwingung versetzt und die Trägheit der Membran ausgenutzt:

Coax-Kabel an der Kapsel. Als Abnehmer diente später ein Nagel, alles wurde mit mehreren Lagen Schrumpfschlauch und etwas Epoxy-Kleber Zusammengefügt:

(Fertig-Foto fehlt leider noch)
Dieses Mikro liefert endlich saubere Aufnahmen:

kleiner Gimmick --> Nockenwellensound verlangsamt
Als Nächstes ist angedacht
ein verbindliches Referenzsignal abzunehmen um die physikalische Zuordnung der
Amplituden zu Ventilen, Kolben, Lagern etc. zu gestatten. Um eine gute
Praktikabilität und Handhabung zu erreichen sollte dieses Signal ohne großen Schraubaufwand
abnehmbar sein.
Der nächste Versuch soll somit einem am Ventildeckel selbsthaftenden
Dauermagneten mit sehr vielen Umwicklungen feinen Drahtes gelten. Das sich durch
den unter dem Magneten rotierenden Nocken verändernde magnetische Feld sollte
durch die Induktion in der Spule als Signal abnehmbar sein - mit genau einer
Amplitude pro Umdrehung und mit grösster Höhe der Amplitude bei grösster
Nähe der Nockenspitze.
Mit diesem Referenzsignal (bei festem Messpunkt) auf dem zweiten Kanal einer Stereoaufzeichnung sollte sich was anfangen lassen. Ebenso könnte es möglich sein z.B. die Nockenwelle (genauer die Winkel der Nocken zueinander) zu vermessen, wenn zu diesem Zweck die Induktionsspule an jedem Nocken einzeln angesetzt wird (bei einem beliebigen anderen festen Messpunkt mit dem Mikro auf dem anderen Kanal).
Mein Bruder entwickelt übrigens gerade Software zur Waveletanalyse von EKGs (Kardiologische Abteilung einer Klinik) - wenn's soweit ist bekommen wir eine spezielle Software für diesen Zweck! *freu* Aber auch bei der rein optischen Auswertung der Kurven können wir von den Kardiologen lernen - die machen's auch nicht anders seit es Herztonaufzeichnungen gibt.
Die Verarbeitung niederfrequenter Signale ist mit einer Soundkarte nicht möglich und ein Oszilloskop ist teuer. Hier ist die extrem günstige Lösung des Problems: Den Frequenzgang einer Standard- Soundkarte modifizieren!
Alles MdpFa oder
was?!? ![]()
Nachtrag 02/2006: inzwischen sollten sich mp3-Player (mit Voicerecorder) zur Aufnahme eignen. Die machen z.T.auch 48kHz Samplerate.
Nachtrag 10/2007: einen unwuchtigen Turbolader hatte ich deutlich "kommen" hören, so dass er rechtzeitig instand gesetzt werden konnte. Richtig hinhören bleibt also unersetzlich, effektiv, praktikabel und kostengünstig.