Tunnel in Wolfenbüttel

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Die alte englische Kaserne (Northampton Barracks)

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Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde 1936 eine neue Kaserne am Waldrand im Nordosten von Wolfenbüttel errichtet. Sie diente als Flakgarnison für das 36. Flak-Regiment und zusätzliche Fallschirmjäger für das "Fallschirm-Infanterie-Bataillon 1" in Braunschweig.

Nach Kriegsende übernahm die Britische Rheinarmee die Kaserne und benannte sie in "Northampton Barracks" um. Wolfenbüttels Lage im Zonenrandgebiet war wohl ein Hauptgrund dafür, dass die Britische Rheinarmee die ehemalige Wehrmachtskaserne als Standort auswählte. Kurz nach der Wende verließen die Briten die wolfenbütteler Kaserne. Seitdem wird das ehemalige Kasernengelände zivil genutzt. Das Gelände "Am Exer" dient jetzt hauptsächlich als Fachhochschul-Campus für die FH-Wolfenbüttel. Auf dem Campus befinden sich die Fachbereiche Informatik und Versorgungstechnik, die FH-Bibliothek und zwei Studentenwohnheime. Inzwischen sind dort auch etliche Kleinbetriebe sowie die Diakonie mit Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung angesiedelt: die Fahrradwerkstatt, das Cafe Limes, Jugendwerkstatt, Move&Cargo, möbelkontor, um nur einige zu nennen.

gesamtuebersicht.jpg (93431 Byte) Die Gesamtübersicht über das Gelände und dessen Lage. Man beachte den Teich auf 2Uhr und dessen Ausrichtung.

teich.jpg (20700 Byte)  teich2.jpg (38521 Byte)

big_uebersicht.jpg (102583 Byte) 1. Ein Betonsockel, ca. 1,2 x 15m. Es soll ein zweiter etwa 2 Meter tiefer daneben liegen. Dies war einmal ein Treppenaufgang. Als die Engländer 1993 die Kaserne verliessen, wurden an 3 Tagen insgesamt ca. 100 LKW-Ladungen Sand, etc. dort verschüttet. 

2. Das ehemalige Offiziers-Casino. Wenn unterirdische es Fluchtwege gab, dann würde ich sie dort vermuten. Die Offiziere flüchten, der Rest ist Kannonenfutter...

3. Viele kleine Bunker, U-förmig im Halbkreis angeordnet. Jeder mit eigenem ?Funkmast?? Wozu dienten die?

 

treppenabgang.jpg (42558 Byte) Der Betonsockel (1). 52°10'48.19"N 10°33'36.06"E
hasenwinkel.jpg (125022 Byte) 4. Etwa dort soll sich unter dem Rasen ein Krankenhaus befinden/befunden haben.

5. Die Verlängerung einer von Google-Earth eingezeichneten, NICHT existenten Strasse. Sie trifft im Osten auf den Betonsockel und im Westen auf den "Hasenwinkel". Ein Tip dritten Ranges besagt, dass der Tunnel bis zum Hasenwinkel geführt hat.

6. Einfache Verlängerung des Betonsockels zur besseren Beurteilung der geometrischen Lage.

   

Aufgrund dieses Dokuments:

 http://www.bibliothek-saur.de/2002_1/035-037.pdf

und mit freundlicher Genehmigung der Bibliotheksleitung durfte ich den Keller durchforschen (man kommt in einem 2ten Treppenhaus auch aufs Dach). Hier ein paar Eindrücke:

offizierscasino1.jpg (29751 Byte)  offizierscasino2.jpg (31366 Byte)  dachbodenh101.jpg (16259 Byte)   offizierscasino3.jpg (21048 Byte)  offizierscasino4.jpg (19834 Byte)  offizierscasino5.jpg (24117 Byte)  offizierscasino6.jpg (20948 Byte)

Die zugemauerten Fenster sind die Kellerfenster zum ehemaligen Innenhof (jetzt Leseraum mit Glasdach), die zugemauerten Türen sind die zur anderen Haushälfte (Nord-West-Flügel). Keine Anzeichen eines Tunnelzugangs. Hinter der roten Wand, welche  mit "GENTS" (Herrentoilette) gekennzeichnet ist, befindet sich ein sehr schmaler Duchgang. Ohne Wandberührung geht es dort nicht rein. Da es auch riecht wie "gents", hab ich mir das erspart. Natürlich bleibt nun die Ungewissheit, denn stockduster ist es dort auch. Vielleicht ein getarnter Zugang ? ;-)

Einen Filmausschnitt vom Kellerdurchlauf gibt es  hier

Und hier der Keller eines anderen Gebäudes:

gang1.jpg (23960 Byte)  tuer1.jpg (17965 Byte)  kellerh101.jpg (22061 Byte)  kellerh102.jpg (30322 Byte)  kellerh103.jpg (43543 Byte)  kellerh104.jpg (33986 Byte)  kellerh105.jpg (20258 Byte)  kellerh106.jpg (19363 Byte)  kellerh107.jpg (21072 Byte)  kellerh108.jpg (24797 Byte)

"Militärischer Sicherheitsbereich" ist natürlich ein Scherz aus neuerer Zeit. Was sich hier hinter den neueren Kalksandsteinmauern verbirgt ist unklar. 
Die Forschungen laufen noch. Z.B. hat jemand eine Geländezeichnung im Format DIN A1 an der Wand hängen, welche von den Engländern angefertigt wurde. Verhandlungen über eine Einscanngenehmigung laufen.... Auch gibt es Unterlagen im Hochbauamt Braunschweig, welche noch einzusehen sind.

Hast Du Informationen, dann nutze bitte  eines der Foren , das Gästebuch  oder diese Email-Adresse:

Bis dahin bietet das Gelände am Exer noch andere interessante Baudenkmäler:

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Weitere Indizbilder:

map.gif (107470 Byte)  aufgestellt2_staatshochbauamt_wolfenbuettel_15august1957.gif (31721 Byte) hochbauamt_bs_hall17.gif (92563 Byte)